Energiesparendes Bauen

Niedrigenergiehäuser

Niedrigenergiehäuser charakterisieren sich durch optimierte Grundrisse, luftdichte Gebäudehüllen, gute Wärmedämmungen, Vermeidung von Wärmebrücken sowie Lüftungsanlagen. Im Gegensatz zum Passivhaus zielen Niedrigenergiehäuser (NEH) nur auf die Reduzierung des Heizenergiebedarfs.

Zur Sicherstellung des Sommerkomforts ist es möglich, Niedrigenergiehäuser mit Sonnenschutzglas und/ oder Klimageräten auszustatten. Nachhaltiger wäre es jedoch von vornherein einen effektiven Sonnenschutz einzuplanen.

  • Fenster: Verglasung 0,9 W/m²K, gesamtes Fenster 1,2 W/m²K
  • Decken und Dachschrägen: etwa 0,15 W/m²K

Passivhaus

Das Konzept des Passivhauses (PH) stellt einerseits sicher, dass der Heizwärmebedarf (HWB) sehr niedrig gehalten wird, andererseits wird durch die Begrenzung des gesamten Endenergie- und Primärenergiebedarfs gewährleistet, dass es auch außerhalb der Heizperiode energieeffizient ist.

Solare Gewinne, innere Gewinne und die Erwärmung der Zuluft sorgen für die nötige Raumwärme und machen so ein konventionelles Heizsystem überflüssig.

Die Nutzung solarer Gewinne und die Beschränkung des Energiebedarfs beim Heizen und Kühlen gewährleisten, dass Passivhäuser einen effektiven Sonnenschutz haben müssen.
Der Einbau von Sonnenschutzgläsern, Klimageräten und Klimaanlagen widerspricht dem Passivhauskonzept!

  • Heizwärmebedarf (Energiekennzahl): maximal 15kWh/m²a
  • Heizlast: maximal 10W/m²
  • Gesamt-Endenergiebedarf (alle Energiedienstleistungen, auch Strom) maximal 42kWh/m²
  • Gesamt-Primärenergiebedarf (für alle Energiedienstleistungen) maximal 120kWh/m²