Planung

Einflussfaktor Umwelt

Das lokale Klima (Temperatur, Sonneneinstrahlung und Feuchtigkeit) beeinflusst die Planung und Gestaltung der Gebäudehülle. Auf die jeweiligen klimatischen Bedingungen sollte die Gebäudehülle daher bestmöglich reagieren können, um sich zusätzliche technische Einbauten zu sparen.

Sonnenschutz wirkt „vorkühlend“, womit im besten Fall eine aktive Wärmeabfuhr (erhöhter Luftwechsel, Klimatisierung) obsolet wird und der tagsüber produzierte Wärmeeintrag durch Nachtkühlung (Querlüftung über geöffnete Fenster mit oder ohne teilweiser Verschattung) abgeführt werden kann.

Einflussfaktor Mensch

Der Grad des Nutzerkomforts in einem Gebäude hängt stark mit dem Innenraumklima und den regionalen Randbedingungen zusammen. Der Behaglichkeitsbereich des Menschen wird vor allem durch die Raumlufttemperatur, Oberflächentemperaturen, relative Raumluftfeuchte, Luftwechselrate, Lichtqualität und Beleuchtungsstärke beeinflusst. Stimmt einer diese Parameter nicht, fühlt man sich unbehaglich und empfindet die Umgebung als zu heiß, zu kalt, zu stickig, zu dunkel oder zu hell.

Die Anforderungen an den Innenraumkomfort sind:

  • Thermischer Komfort
  • Visueller Komfort
  • Hygienischer Komfort

Einflussfaktor Gebäude

Die Architektur eines Gebäudes steht im direkten Zusammenhang mit den Umweltbedingungen und Nutzeranforderungen.

Energetisch bewertbare Qualitäten in der Architektur werden durch den Standort, die Orientierung des Baukörpers, Bauweise und Bauteile mitbestimmt.
Nutzbare Speichermassen beispielsweise können Temperaturspitzen dämpfen ohne aktive Maßnahmen (Kühlaggregate, Zwangslüftung etc.) auszugleichen.

In der Planung eines energieeffizienten Gebäudes müssen deshalb folgende Punkte berücksichtigt werden:

  • Standort und Umgebung
  • Gebäudegeometrie und -ausrichtung
  • Nutzung des Gebäudes, Zonierung der Gebäudehülle und des Gebäudes je Nutzungsart
  • Thermische Qualität des Gebäudekonzepts (Bauweise, Gebäudehülle – Gewinne, Verluste, Speicherfähigkeiten, etc.)
  • Qualität der wesentlichen Bauteile und Anschlüsse (Fensterqualität, Sonnenschutz, etc.)
  • Natürliche Lüftungsstrategien, Komfortstrategien
  • Nutzung solarer und regenerativer Energiequellen
  • Regelung bzw. Betriebsmanagement